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Grußadresse an die Vietnamesisch-Deutsche Freundschaftsgesellschaft (VDFG) zum 35. Jahrestag ihrer Gründung

Freundschaftsgesellschaft Vietnam

Gesellschaft für die Freundschaft zwischen den Völkern der Bundesrepublik Deutschland und der Sozialistischen Republik Vietnam e.V.

Der Vorsitzende: Prof. Dr. Günter Giesenfeld

Frankfurter Str. 64, 35037 Marburg

Tel. 06421-12170; Fax 06321-161832; Mail: guenter@giesenfeld.de

Grußadresse an die Vietnamesisch-Deutsche Freundschaftsgesellschaft (VDFG) zum 35. Jahrestag ihrer Gründung

Liebe Freunde,

im Namen der Freundschaftsgesellschaft Vietnam übermittle ich der VDFG die herzlichsten Grüße. Ich wünsche eurer Feier einen guten Verlauf und gratuliere zum Erfolg von 35 Jahren Arbeit im Dienste der Freundschaft zwischen unseren Völkern. Da wir leider nicht dabei sein können, sende ich euch einige Gedanken zu diesem Anlass:

Ein altes lateinisches Sprichwort lautet: „Die Zeiten verändern sich und wir verändern uns mit ihnen“. Es ist in der heutigen Zeit wohl wieder aktuell wie schon lange nicht mehr. Was in den 35 Jahren des Bestehens der VDFG passiert ist, bedeutete für Vietnam und seine Einwohner eine neue Ära: Es war nach den Kriegen und nach einem schweren, von außen behinderten Anfang eine Zeit des Friedens und des Aufbruchs in den Wiederaufbau. Ein Land, das sehr lange in Abhängigkeit leben musste, hatte jetzt die Möglichkeit, relativ ungestört seine Geschichte und sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen und zu gestalten.

Dabei zu helfen, war der wichtigste Impuls gewesen, hier in der Bundesrepublik schon im Jahre 1976 die Freundschaftsgesellschaft Vietnam zu gründen. Die Ziele waren:

• Den Menschen in Vietnam zu helfen, die Kriegsfolgen zu überwinden.

• Authentische Informationen über Vietnam, über seine Geschichte und Kultur zu verbreiten. Denn wir hatten bemerkt, dass wir während der Solidaritätsbewegung im Krieg selber wenig darüber wussten.

• Einen Beitrag zur Einleitung wirtschaftlicher Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern zu leisten. In einer Zeit, in der diese durch den Wirtschaftsboykott aller westlichen Länder behindert waren, veranstalteten wir in den Jahren 1985 und 1989 zwei Kolloquien, die Vertretern der Wirtschaft Vietnams und der BRD eine inoffizielle Plattform für erste Gespräche boten. Eine direkte Folge dieses Kontakts war eine Reise von Technikern der Firma Siemens nach Vietnam, wo sie dort befindliche medizintechnischen Geräte so gut es ging instand gesetzt haben, ohne Berechnung.

• Ebenso wichtig für unsere Arbeit war die Vermittlung der vietnamesischen Kultur und Literatur. Denn wir waren und sind der Ansicht, dass dadurch am besten die Besonderheiten eines Landes, die Alltagserfahrungen, Gedanken und Sorgen seiner Bewohner erfahrbar werden können.

Von 1986 an hat Vietnam einen von vielen Fachleuten auf der ganzen Welt bestaunten wirtschaftlichen Aufschwung genommen. Es gelang, den während des Krieges in anderen Ländern Südostasiens erreichten Vorsprung aufzuholen und sogar zu überholen. In der globalisierten Welt hat sich Vietnam einen beachtlichen Platz erkämpft und ist ein „normales“ Mitglied der wichtigsten internationalen und multilateralen Strukturen geworden (UNO, WTO, WHO, ASEAN usw.).

Inzwischen ist bei der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung die Globalisierung einer der wichtigsten Faktoren, mit dem es jedes Land dieser Erde zu tun hat, und zwar eine Globalisierung, die unter kapitalistischen Bedingungen vollzogen wird. Das bringt die Regierung eines von einer kommunistischen Partei regierten Landes dazu, abwägen zu müssen, wie weit man diesen weltweit wirkenden Mechanismen folgen und wieweit man ihre Auswirkungen für das eigene Volk erträglich gestalten kann. Diese neue internationale Entwicklung ist heute geprägt von Programmen und Schlagworten wie „freier Warenaustausch“ „Wachstum“ und „Profitmaximierung“.

Der Kulturaustausch unterscheidet sich davon grundlegend. Die „Waren“, die die Kultur anbietet, haben stets einen geistigen Inhalt, vermitteln Vorstellungen, Ängste, Wünsche, Träume. Der vietnamesische Dichter Che Lan Vien hat beim erwähnten ersten Kolloquium dazu gesagt:

„Da wählt jede Seite aus, was ihr gefällt. Trotzdem können wir Freunde sein, wir haben noch nicht einmal den tausendsten Teil dessen ausgenutzt, was uns verbindet. (…) In Vietnam gibt es ein Sprichwort, das heißt:, ,Armut ist keine Sünde‘. Es scheint in anderen Ländern nicht zu gelten. Wir müssen gestehen: Wir haben wirklich die Sünde der Armut in der Vergangenheit ausgiebig begangen. (...) Aber natürlich, morgen schon wird das Erdöl in Vietnam gefördert, werden unsere großen Wasserkraftwerke in Dienst genommen, morgen wird das Mekongdelta uns seine Produkte schenken, wird die Schönheit unserer Wälder und Berge Vietnams die Touristen anziehen, und andere Menschen werden kommen wegen unserer Schätze an Kautschuk und Kaffee.“

Vietnam hat, von heute aus gesehen, erfolgreich und endgültig die Phase von Kriegen, Not, Armut und Rückständigkeit mindestens genauso weit hinter sich gelassen wie die meisten reichen Länder. Es gibt eine Börse, Handelsverträge mit vielen Ländern und Ländergruppen (wie z.B. der EU), und es muss sich denselben Problemen und Anforderungen stellen: Umweltverschmutzung, Folgen des Klimawandels, Korruption, Erneuerung der Energieversorgung, Urbanisierung, Digitalisierung usw. Für die Freunde Vietnams, die aus der alten Solidaritätsbewegung kommen, ergibt sich daraus eine Frage, die wir, wie ich meine, nicht verdrängen sollten: Was ist das Besondere an Vietnam? Ist dieses Land von jener Rolle, die es (nicht freiwillig) in der neueren Geschichte der Menschheit gespielt hat, noch in irgendeiner Weise geprägt?

Dazu möchte ich nur ein aktuelles Beispiel nennen: Die Corona-Pandemie wird von Vietnam in beispielhaft erfolgreicher Weise kontrolliert, das ist weltweit Konsens bei allen, die sich die Mühe machen, es genauer zu untersuchen. Mindestens ein Grund dafür ist eine Voraussetzung, die Vietnam in besonderer Weise aufweist: ein immer noch trotz des Einflusses der modernen Konsumgesellschaft vorhandener Gemeinschaftssinn unter den Menschen, der sich schon im Krieg als entscheidend herausgestellt hatte. Was für Vietnam eine selbstverständliche Erfahrung aus der Geschichte ist, ist bei uns weitgehend verloren gegangen: der Sinn für Einheit, für Zusammenhalt, oder, politisch oder christlich ausgedrückt: Solidarität, Nächstenliebe. Es sind unsere Politiker, die solche Verhaltensweisen durch Konkurrenzdenken, Egoismus und Missachtung menschlicher Zuwendung immer dann schwächen, sobald sich eine zaghafte Regung zeigt („Wir schaffen das“).

Für unser Engagement für Vietnam sind solche Gedanken der motivierende Hintergrund, ohne den dieses sich nicht wirklich entfalten kann. Und wir möchten uns darüber auch und gerade mit unseren vietnamesischen Freunden austauschen. Denn wir verstehen unsere Arbeit nicht ausschließlich als humanitäre Hilfe oder politische Parteinahme, sondern auch als ein gemeinsames Nachdenken über den grundlegenden Zustand der Menschheit und der Welt. Dazu brauchen wir nicht nur Wissenschaft, Technik und Politik, sondern gerade auch jene Sensibilität, mit der zum Beispiel Schriftsteller die Verhältnisse wahrnehmen, erahnen, und gestalten. Eine Sensibilität, die sich bei Che Lan Vien in diesen Versen zeigt:

Dann gewinnt die Menschheit ihre kindliche Liebe zurück

Sie geht zu den Blumen des Feldes und findet

keine Dornen mehr und pflückt nur noch

Chrysanthemen.

Wir nehmen sehr ernst, was im Namen unsrer beiden Gesellschaften steht: Freundschaft. Leider ist ihre wichtigste Form, der persönliche Kontakt, derzeit durch die Corona-Krise unmöglich. Trotzdem hoffen wir auch weiterhin auf die Fortsetzung unserer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Und vielleicht können wir in einigen Jahren wieder gemeinsam ein großes Fest feiern: 2026, zu unserem 50-jährigen Bestehen.

Marburg, am 29.9.2020

Günter Giesenfeld,

Vorsitzender

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